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Starker Speed aber unglückliche Rennen in Assen

@Dino Eisele
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Nach der Sommerpause ging es für Marvin Siebdrath zum traditionsreichen TT Circuit in Assen – eine Grand-Prix-Strecke, auf die er sich besonders gefreut hatte. „Grand-Prix-Strecken sind immer etwas Besonderes. Assen hat einen ganz eigenen Charakter und ich habe mich sehr darauf gefreut, dort wieder Rennen zu fahren".

 

Schon am Freitag fand Siebdrath schnell in seinen Rhythmus. Mit einem konkurrenzfähigen Setup beendete er die freien Trainings auf Rang 5, der Rückstand zur Spitze war minimal. „Das war ein sehr guter Start ins Wochenende. Wir wussten, dass wir schnell sind und dass noch mehr möglich ist."

 

Im ersten Qualifying fuhr er auf Platz 4, ehe er sich im zweiten Zeittraining am Samstagmorgen noch einmal deutlich verbessern konnte. Mit Platz 3 sicherte er sich die erste Startreihe – zum zweiten Mal in dieser Saison. „Das war genau das Ziel, das wir uns gesetzt hatten. Ich war absolut happy mit Startplatz drei, denn unser Speed und Rhythmus waren stark genug, um um Podiumsplätze oder sogar den Sieg zu kämpfen."

 

Das erste Rennen am Samstagnachmittag verlief zunächst vielversprechend. Der Start war stark, Marvin konnte direkt in der Führungsgruppe mitfahren. Doch in der dritten Runde unterlief ihm ein kleiner Fehler, der zum Sturz führte. „Ich habe das Vorderrad verloren – es war wirklich nur ein kleiner Fehler, aber mit großen Folgen. Das ist natürlich sehr enttäuschend, weil wir das Potenzial hatten, vorne mitzufahren."

 

Der Sonntag brachte wechselhafte Bedingungen. Immer wieder setzte Regen ein, dann trocknete die Strecke wieder ab. Pünktlich zum Start war die Strecke zwar trocken, doch das Rennen sollte erneut schwierig werden. Siebdrath erwischte einen guten Start und blieb zunächst in der Spitzengruppe. Bereits in der zweiten Runde machte sich jedoch ein technisches Problem bemerkbar: Die Hinterradbremse blockierte und bremste permanent mit. „Das war extrem frustrierend, ich habe sofort viele Positionen verloren und konnte nicht mehr angreifen." Bis auf Platz 12 fiel er zurück, ehe das Problem gegen Rennende etwas nachließ. In den letzten beiden Runden konnte er sich noch auf Platz 10 verbessern, was am Ende aufgrund eines Gaststarters vor ihm Platz 9 bedeutete. „Natürlich bin ich enttäuscht. Einmal war es mein Fehler, einmal ein technischer Defekt. Wir wussten das ganze Wochenende über, dass wir die Pace für zwei Podestplätze hatten – das macht es doppelt bitter."

 

Die Performance und die Geschwindigkeit waren an beiden Tagen konkurrenzfähig. „Wir haben gezeigt, dass wir den Speed haben, um ganz vorne mitzufahren. Auch wenn die Ergebnisse diesmal nicht gestimmt haben, nehmen wir das als Motivation mit ins nächste Rennwochenende", so Marvin Siebdrath.

@Dino Eisele
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