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Hitze und wichtige Meisterschaftspunkte in Most

@DinoEisele
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Beim dritten Rennwochenende der Euromoto-Saison 2026 auf dem Autodrom Most in Tschechien herrschten außergewöhnlich schwierige Bedingungen. Mit Lufttemperaturen von über 40 Grad und Asphalttemperaturen von mehr als 60 Grad wurden Fahrer und Material bis an ihre Grenzen gefordert. Für Marvin Siebdrath verlief das Wochenende trotz einiger Rückschläge insgesamt positiv.


Bereits in den freien Trainings am Freitag zeigte sich der Sachsenfahrer zufrieden mit seiner Performance. Gemeinsam mit seinem Team gelang es ihm früh, ein konkurrenzfähiges Setup zu erarbeiten.

„Wir konnten ziemlich schnell ein gutes Setup finden, mit dem ich mich wohlgefühlt habe. Dadurch hatten wir bereits am Freitag eine sehr gute Basis für das gesamte Wochenende“, erklärte Siebdrath.

 

Im ersten Qualifying am Samstagmorgen setzte der Fahrer bewusst auf eine frühe schnelle Runde. Angesichts der zu erwartenden Hitze am Nachmittag rechnete er nicht mehr mit größeren Verbesserungen.

Diese Strategie ging auf: Mit Startplatz fünf und einem nur geringen Rückstand auf die Top Drei brachte sich Siebdrath in eine vielversprechende Ausgangsposition. Auch wenn im zweiten Qualifying keine weitere Steigerung mehr möglich war, zeigte sich der Pilot mit seiner Rennpace zufrieden.

„Die hohen Temperaturen haben am Nachmittag kaum noch Verbesserungen zugelassen. Trotzdem konnte ich einige gute Runden fahren und wusste, dass unsere Pace für das Rennen stimmt.“

 

Das erste Rennen am Samstagnachmittag begann vielversprechend. Siebdrath hielt sich zunächst in der Spitzengruppe und kämpfte um die Podestplätze. Bereits in der zweiten Runde folgte jedoch ein entscheidender Rückschlag. Beim Anbremsen der ersten Kurve verschätzte er sich im Windschatten eines Konkurrenten und musste den Notausgang nutzen.

„Ich habe den Windschatten falsch eingeschätzt und meinen Bremspunkt zu spät gesetzt. Dadurch musste ich den Notausweg nehmen und bin bis auf Platz zwölf zurückgefallen“, schilderte der  Fahrer die Situation.

Trotz des Zeitverlusts bewies Siebdrath Kampfgeist. Mit konstant schnellen Rundenzeiten arbeitete er sich Position für Position nach vorne und beendete das Rennen schließlich auf Rang sechs.

„Mit dem Ergebnis kann ich leben, aber es wäre definitiv mehr möglich gewesen. Ohne diesen Fehler wäre ein Platz unter den ersten Vier oder sogar ein Podestplatz realistisch gewesen.“

 

Für das zweite Rennen am Sonntag war die Zielsetzung daher klar: ein fehlerfreier Lauf und die Rückkehr in den Kampf um die Spitzenplätze.

Nach einem problemlosen Warm-up verlief der Start zunächst nicht optimal. Dennoch blieb Siebdrath in Schlagdistanz zur Verfolgergruppe und plante, seine Stärken in der zweiten Rennhälfte auszuspielen.

Dazu sollte es jedoch nicht kommen. Nach einem schweren Unfall wurde das Rennen zunächst nach drei Runden abgebrochen. Beim Neustart gelang dem Sachsenfahrer ein besserer Start, doch bereits nach einer weiteren Runde führte ein weiterer schwerer Sturz erneut zur Unterbrechung. Die Rennleitung entschied daraufhin, das Rennen endgültig zu annullieren. Somit wurden keine Punkte vergeben.

„Natürlich ist das ärgerlich, weil ich mir für das Rennen einiges vorgenommen hatte. Aber die Entscheidung war aufgrund der Unfälle absolut nachvollziehbar. Am Ende war es für alle Fahrer die gleiche Situation.“

 

Trotz der verpassten Chance auf ein Top-Ergebnis zieht Siebdrath ein insgesamt positives Fazit. Wichtige Meisterschaftspunkte konnten gesammelt werden, gleichzeitig gewann das Team wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Rennen.

„Vor allem bei diesen extrem hohen Temperaturen fehlt mir aktuell noch etwas Gefühl für das Vorderrad. Daran werden wir gemeinsam arbeiten. Trotzdem haben wir wichtige Punkte mitgenommen und wissen genau, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können.“

 

Der Blick richtet sich nun bereits auf die nächste Veranstaltung in Oschersleben. Dort möchte Siebdrath den nächsten Schritt machen und erneut um die vorderen Positionen kämpfen.

„Ich bin überzeugt, dass wir in Oschersleben noch stärker auftreten werden. Unser Ziel ist ganz klar das Podium.“

@DinoEisele
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