
Die vierte Veranstaltung der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) führte Marvin Siebdrath erneut nach Oschersleben – derselben Strecke, auf der auch das erste Saisonwochenende stattgefunden hatte. Mit einem bewährten Setup und positiven Erinnerungen aus dem Auftakt reiste der junge Pilot optimistisch an.
„Wir wussten aus dem ersten Mal in Oschersleben, was möglich ist und welche Zeiten wir fahren können“, erklärte Siebdrath vor dem Wochenende.
In den beiden freien Trainings am Freitag tat sich der 21-Jährige jedoch schwer, seinen Rhythmus zu finden. „Ich habe nicht so richtig den Flow bekommen“, so Siebdrath, der die Sessions auf Rang sieben abschloss. Auch in den Qualifyings am Samstag konnte er nicht an seine Bestzeiten vom Saisonauftakt anknüpfen. Mit Startplatz acht war die Ausgangslage für die Rennen alles andere als optimal.
Im ersten Rennen am Samstagnachmittag gelang Siebdrath ein guter Start, bei dem er direkt Positionen gutmachen konnte. In den ersten Runden verlor er jedoch den Anschluss an die Führungsgruppe und fand sich im Verfolgerfeld wieder. „Ich konnte mich in den ersten Runden nicht richtig durchsetzen und habe so die Spitze verloren“, schilderte er. Am Ende überquerte er die Ziellinie als Siebter und nahm wichtige Punkte mit.
Am Sonntag zeigte sich Siebdrath verbessert. Erneut startete er stark und blieb diesmal in den ersten vier Runden in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. „Das war genau das Ziel für Sonntag – in den ersten Runden aggressiver mitzugehen und dran zu bleiben“, erklärte er zufrieden. Zwar fehlte ihm gegen Rennende etwas die Pace, dennoch belohnte er sich mit Rang sechs und weiteren wertvollen Punkten.
Besonders erfreulich war für den jungen Fahrer die deutliche Steigerung bei den Starts – ein Bereich, der in den vergangenen Rennen noch Probleme bereitet hatte. „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Meine Starts waren deutlich besser und das gibt mir viel Zuversicht“, betonte Siebdrath.
Mit zwei soliden Top-10-Ergebnissen und der erkennbaren Weiterentwicklung blickt Marvin Siebdrath optimistisch auf die kommenden Aufgaben. „Die positiven Dinge nehmen wir mit in die Sommerpause. Wir wollen uns jetzt bestmöglich auf Assen vorbereiten und dort den nächsten Schritt machen.“

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